Ein Vorstandsvorsitzender sitzt vor mir. Die Marktzahlen sind schlecht, ein wichtiger Produktlaunch droht zu scheitern, das Führungsteam ist zerstritten. Meine Aufgabe in diesem Moment ist es, einen Raum der Klarheit zu schaffen. Ich muss präsent sein, unvoreingenommen, stabil – ein Fels in seiner Brandung. Doch wie gelingt es mir, diese Stabilität selbst aufrechtzuerhalten, wenn der Druck im Raum fast greifbar ist?
Die Antwort darauf fand ich nicht in einem weiteren Management-Buch, sondern an einem Ort, den viele für weit entfernt vom Boardroom halten würden: bei der Arbeit mit meinem eigenen Körper.
Der innere Anker: Mehr als nur Beckenbodentraining
Als ich zum ersten Mal vom PelviChair hörte, war ich skeptisch. Beckenbodentraining für Führungskräfte? Das klang esoterisch. Doch die Neugier siegte. Was ich erlebte, war eine Lektion in Sachen Stabilität. Das Training stärkt nicht nur eine oft vernachlässigte Muskelgruppe, es zentriert den gesamten Körper. Es ist, als würde man einen inneren Anker auswerfen. Dieses Gefühl der Erdung, der festen Verankerung im eigenen Zentrum, nehme ich mit in meine Coaching-Sessions.
"Wenn mein Gegenüber im Sturm seiner Gedanken und Emotionen gefangen ist, hilft mir diese körperliche Zentrierung, nicht mitgerissen zu werden. Ich bleibe der ruhige Pol, der den Raum für eine klare, strategische Reflexion offen hält."
Der Reset-Knopf: Klarheit durch Kälte
Ähnlich erging es mir mit Alpha Cooling. Das Konzept, die Hände für wenige Minuten einer intensiven Kälte auszusetzen, schien zunächst nur eine Methode zur Schmerzlinderung zu sein. Doch der mentale Effekt war für mich die eigentliche Offenbarung. Der Kältereiz ist so intensiv, dass er das Gedankenkarussell augenblicklich stoppt. Für zwei Minuten gibt es nur das Hier und Jetzt. Es ist ein radikaler Reset-Knopf für das Nervensystem.
Vor einer wichtigen Coaching-Einheit oder einem entscheidenden Workshop nutze ich diesen Effekt bewusst. Die Kälte spült den mentalen "Lärm" des Tages weg und hinterlässt eine frische, neutrale Leinwand. Ich gehe nicht mit den Resten des vorherigen Termins in das nächste Gespräch, sondern mit voller Präsenz und ungetrübtem Fokus.
Die Brücke vom Körper zum Boardroom
Was haben diese sehr persönlichen, körperlichen Erfahrungen nun mit einer C-Level-Entscheidung zu tun? Alles.
- Physische Stabilität wird zu mentaler Resilienz: Ein geerdeter Körper lässt sich von externem Druck weniger beeindrucken. Diese Ruhe überträgt sich auf mein Gegenüber.
- Mentale Frische ermöglicht tiefere Einblicke: Die Fähigkeit, den eigenen Geist zu "resetten", erlaubt es mir, Muster und Dynamiken im Gespräch klarer zu erkennen, ohne von eigenen Vorannahmen getrübt zu sein.
- Selbstfürsorge als professionelles Werkzeug: Indem ich für meine eigene Stabilität sorge, schaffe ich die bestmögliche Voraussetzung für den Erfolg meiner Klienten. Es ist die praktische Anwendung meines Leitmotivs.
Fazit: Ein gelebtes Prinzip
Der Leitsatz "Strategische Klarheit + Persönliche Stabilität" ist für mich kein reines Marketingversprechen. Es ist ein gelebtes Prinzip, das im Körper beginnt. Die Angebote von KraftGeben sind daher kein separates "Wellness-Projekt", sondern das Fundament, auf dem meine Arbeit als Executive Coach und Interim Manager ruht.
Die größte Transformation im Business beginnt oft mit der unscheinbarsten Veränderung in uns selbst. Manchmal eben auch auf einem Stuhl, der den Beckenboden trainiert, oder mit den Händen in einem Kältegerät.
Möchten Sie erfahren, wie Sie Ihre eigene Stabilität als Führungskraft stärken können?
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